Wer ist für Väter wählbar? Qual-O-Mat Landtagswahl 2018 Bayern


Laut Prognosen wird es diesmal seeehr spannend – und das in Bayern! In der heißen Phase vor der Landtagswahl gibt’s Plakate mit strahlenden Großkopfaden, starke Reden im Bierzelt, Wahlgeschenke vorab an lohnende Zielgruppen und die Ankündigung auf weitere…
Sind Väter, getrennt lebende bzw. geschiedene Eltern, gemeinsam allein Erziehende (siehe: Wechselmodell), Unterhaltszahlende Steuerzahler (Klasse 1), unverheiratete Eltern ein Thema für Wahlkämpfer im überwiegend konservativen, der Realität oft etwas nachhinkenden Bayern?

Wir haben Basisinfos gesammelt – und eröffnen die Diskussion:

Welche Partei ist in Bayern für Väter, getrennt lebende/ geschiedene Eltern, „gemeinsam allein Erziehende“, Unterhaltszahler (mit/ohne Umgang) wählbar?

Erkenntnis 1: Die Zahl alleinerziehender Väter steigt

Obwohl es gemeinhin heißt, nur 10 Prozent der Alleinerziehenden sind Väter, lässt sich eine sanfte Zunahme dieser erkennen – logischerweise eine Abnahme alleinerziehender Mütter. Das vom Europarat präferierte, vom Bundesgerichtshof und vielen deutschen Gerichten unterstütze Wechselmodell gewinnt an Fahrt. Es braucht Zeit – kein Wunder bei einer gesellschaftlichen Veränderung, die Väter gleich stellt, die Erkenntnis umsetzt, dass beide Eltern gut sind für’s Kind, Scheidungskrieg Kacke ist und eine einvernehmliche Trennung gut für Kinder, Mütter und Väter!

Alleinerziehende in Deutschland nach Geschlecht, 2000 – 2017
Siehe: https://de.statista.comAlleinerziehende

Erkenntnis 2 – leider nix Neues: Was tun Politik und Wirtschaft für die Work-Life-Balance?

Alleinerziehende Mütter / Väter leiden oft unter großem Druck
Siehe: https://web.de

Jeder dritte Alleinerziehende von Armut bedroht
Siehe: https://www.br.de

Erkenntnis 3: Online-Wahlhilfen helfen nur bedingt bei familiär-sozialen Themen

Sind Dieselskandal, Polizeiaufgabengesetz, Grenzüberwachung, dritte Startbahn, Abschiebung… soviel wichtiger als Elternschaft ohne Burnout, ohne Karriereverlust oder Armut durch doppelte Miete/Haushalte plus Umgangskosten? Sind steuerzahlende getrennt lebende bzw. geschiedene Eltern, Alleinerziehende, Unterhaltszahler am Existenz-Minimum, Eltern, denen Umgang verweigert wird kein Thema? Macht euch selbst ein Bild:

WahlSwiper zur Landtagswahl Bayern 2018
Siehe: https://www.wahlswiper.de

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Bayern 2018
Siehe: https://www.wahl-o-mat.de

Das planen die großen Parteien für München
Siehe: https://www.sueddeutsche.de

Erkenntnis 4: Hat sich überhaupt etwas geändert im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 und davor?

Familienpolitik: Es geht um Geld und Gerechtigkeit
Siehe: https://www.br.de

Alleinerziehende sind begehrt wie nie
Siehe: https://www.welt.de

„Die Parteien im Bundestag sind für Männer nicht wählbar“
Siehe: https://www.welt.de

Erkenntnis 5: Einmal pro Jahr macht sich schon mal einer Gedanken!

Alleinerziehende Väter – alleinerziehende Mütter
Siehe: https://www.forum.sexualaufklaerung.de

Resümee: Dies ist nur der Anfang der Recherche – aber damit auch der Anfang unserer Diskussion:

Wer ist in Bayern 2018 wählbar – speziell für Väter?
Schreibt uns, schickt nützliche Links zur Meinungsbildung und sagt uns, welche Partei ihr für wählbar haltet – und warum!

Offene Rechtsberatung

RechtsberatungIst eine Trennung noch frisch sieht man sich einer Vielzahl von Rechtsfragen ausgesetzt, mit denen man sich vorher nie oder nur am Rande beschäftigt hat. Oder die Trennung liegt schon länger zurück, aber es ergeben sich neue Schwierigkeiten.

Was ist mit der gemeinsamen Wohnung? Wieviel Unterhalt muss ich zahlen? Was bedeutet eigentlich Zugewinn? Wie oft darf ich meine Kinder sehen? Wie läuft ein Scheidungsverfahren ab? Gibt es irgendwas, was ich keinesfalls tun oder lassen sollte?

Die Väterinitiative bietet ab November immer am dritten Dienstag im Monat von 18.30 bis 21.00 Uhr eine offene Rechtsberatung an, bei der alle Fragen rund ums Recht in offener Runde gestellt werden können. Für kompetente Antworten steht Vorstandsmitglied Petra Kuchenreuther als Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht zur Verfügung.

Die offene Rechtsberatung findet in der Regel jeden dritten Dienstag im Monat von 18.30 bis 21 Uhr im Väterbüro statt.
Die nächsten Termine: siehe Event-Kalender. Für Mitglieder kostenlos, Nichtmitglieder 5 €. Anmeldung ist nicht erforderlich. Info: info@petra-kuchenreuther.de

Petition für das Doppelresidenzmodell

Für ein zeitgemäßes Familienrecht

Petition: Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht – der Väteraufbruch fordert das Doppelresidenzmodell

Macht mit bei der Petition, die beim Bundestag eingereicht wird. Ziel ist die gleichberechtigte Elternschaft mit gleichen Rechten und Pflichten für beide Eltern.

Jedes Jahr sind rund 220.000 Kinder von  der Trennung bzw. Scheidung ihrer Eltern betroffen. Die dann anstehenden Regelungen orientieren sich an dem Familienbild aus dem vergangenen Jahrhundert, obwohl sich die Lebensrealität und das Familienbild deutlich geändert haben.

Im Rahmen der Rechtsprechung wird ein Kind immer noch einem Elternteil „zugesprochen“, während der andere Elternteil in vielen Fällen darum kämpfen muss, dass er weiterhin im Leben seiner Kinder präsent bleibt. Genau das steht einer ungestörten Entwicklung der Kinder entgegen. Sie leiden unter dem Verlust eines Elternteils. Sie lieben beide Eltern und wollen mit ihnen zusammenleben.

„Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht – wir fordern ein gesetzliches Leitbild der Doppelresidenz“

lautet daher der Titel der Petition. Weitere Informationen zur Petition sowie Unterlagen zur Unterstützung der Petition gibt es hier.

Online-Studie zur Reproduktionsmedizin

Eine Doktorandin der Uni Heidelberg, Fachbereich Psychologie, bittet um Mithilfe bei ihrer Online-Studie:

Für unser Projekt der Uni Heidelberg zum Thema Reproduktionsmedizin haben wir einen Fragebogen entworfen. Für die Weiterentwicklung des Fragebogens bräuchten wir Ihre Hilfe. Es gibt bisher noch keinen Fragebogen dieser Art, deswegen freuen wir uns über jedes Feedback.

Bisher haben wir viele Frauen erreicht, aber es ist uns sehr wichtig, dass die Meinung von Männern und Frauen gleichermaßen präsentiert wird. Sie können mithelfen, dass dies der Fall ist. Sie müssen sich für die Teilnahme noch keine Gedanken zum Thema Reproduktionsmedizin gemacht haben!

An der Online-Umfrage können Sie hier teilnehmen:
www.soscisurvey.de/MethodenDerReproduktionsmedizin

Die Teilnahme dauert circa 10 bis 15 Minuten. Alle Angaben sind anonym und können nicht auf Sie als Person zurückgeführt werden. Es steht Ihnen außerdem zu jedem Zeitpunkt der Studie frei, Ihre Teilnahme abzubrechen.

Vielen Dank für Ihre große Hilfe!

M.Sc. Margaux Mohnke
Universität Heidelberg

BGH unterstützt Wechselmodell

Endlich findet der gestiegene väterliche Einsatz bei der Kinderbetreuung  seinen gesetzlichen Niederschlag. Das Wechselmodell ist unter Umständen sogar gegen den Willen eines Elternteils möglich.

Erfolgreich geklagt hat ein Nürnberger Vater mit 13-jährigem Sohn. Die Grundsatzentscheidung vom 1. 2. 2017 des Bundesgerichtshofs fördert damit die gleichberechtigte Betreuung von Scheidungskindern. Der genaue Wortlaut und die Begründungen sind nachzulesen unter:
www.kostenlose-urteile.de/BGH_XII-ZB-60115_Paritaetisches-Wechselmodell-zur-Betreuung-des-Kindes-auch-gegen-den-Willen-eines-Elternteils-moeglich.news23916.htm

Demnach sollen Familiengerichte ein „paritätisches Wohnmodell“ anordnen können, was sich stärker am Kindeswohl orientiert, natürlich nach Anhörung des Kindes! Einschränkend muss man festhalten, dass dies nur möglich ist, wenn die Eltern in erreichbarer Nähe zueinander wohnen und sich bisher auch für das Kind gemeinsam eingesetzt haben, wenn der erhöhte Unterhaltsbedarf gedeckt ist, und wenn sich die Eltern tatsächlich an das Kindeswohl halten und nicht ihre je eigenen Egoismen durchsetzen wollen.  „BGH unterstützt Wechselmodell“ weiterlesen

Zeitgemäße Familien- und Väterpolitik

Eine Auflistung an Forderungen an die Politik

Viele Probleme im Zusammenhang mit Elternschaft ließen sich mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens erheblich reduzieren. Kinder wären dabei auch als Personen zu zählen.

Solange dieses jedoch nicht realisiert ist, plädiere ich für folgende Maßnahmen:
Vereinfachung einvernehmlicher Scheidungen, z.B. durch Verzicht auf die Anwaltspflicht.
Generelles Einsetzen eines psychologisch versierten und staatlich vergüteten Beraters/Mediators bei strittigen Trennungen oder Scheidungen mit Kindern, dessen Empfehlungen auch weitgehend bei Gericht Gehör finden. Dessen wichtigste Aufgaben sind, die Eltern mit den Konsequenzen ihres Handelns zu konfrontieren, ein praktikables Wohnmodell zu erarbeiten (das kann ggf. auch ein Nestmodell sein) und den Kontakt beider Eltern zu den Kindern zu gewährleisten, sofern sie erziehungsfähig sind. Damit würde man gleichzeitig Jugendämter und Familiengerichte entlasten.
Entzug des Sorgerechts bei Elternteilen, welche den Umgang boykottieren, die gegen den Willen des anderen Elternteils mit dem Kind das angestammte Umfeld verlassen oder das Kind entfremden – und das sind leider auch manchmal Väter!
Abschaffung des Ehegattensplittings
Verstärkter Ausbau von Kita- und Kindergartenplätzen, um der Garantie für einen Kita-Platz nachzukommen.
Unterstützung des co-erziehenden Elternteils, z.B. durch Anrechenbarkeit bzw. Absetzbarkeit von Umgangskosten, zumindest durch Berücksichtigung in einer besseren Steuerklasse.
Stärkere Berücksichtigung von Elterninteressen in den Betrieben, z.B. Auslagerung von Tätigkeitsfeldern (Home-Working), weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Anpassung an die Zeitvorgaben und Zeitvorstellungen von Eltern, Beschäftigungsgarantien für pflegende Mitarbeiter nach Rückkehr in die Vollzeit, unabhängig von der Größe des Betriebs und unabhängig davon, ob die Zeitverkürzung wegen Kinder- oder Elternbetreuung vorgenommen wird.

Münchner Väter-Programm März-Sept. 2018

Münchner Väter-Programm März bis September 2018Vater-Kind-Power gebündelt!

Für Frühjahr bis Sommer 2018 hat das VäterNetzwerk München ein 16-seitiges Programm mit Veranstaltungen seiner Mitglieder zusammengetragen, das die ganze Bandbreite der Institutionen in diesem Bereich widerspiegelt.

Wie immer sind durch die Angebote nicht nur Väter angesprochen, sondern alle Interessierte aus dem familiären Umfeld – Kinder, Mütter, Verwandte, Gefährten – wer immer Interesse hat!

Das Münchner Väter-Programm März bis September 2018
Wert gelegt wird auf ein gelingendes Miteinander, was sich in der Vielfalt der Angebote zeigt: Vom Männerpalaver über Freizeiten, Babymassage für Vater und Kind bis hin zum Frühlingsfest für getrennt lebende Väter und Mütter mit oder ohne ihre Kinder. Rückfragen an die Veranstalter, zum Beispiel zu finanziellen Ermäßigungen, sind immer willkommen.
Viel Spaß beim Finden der passenden Angebote!

Download: Das Münchner Väter-Programm März bis September 2018

Neue Düsseldorfer Tabelle 2018

Portemonnaie

Auf den ersten Blick ändert sich wenig: nur 6 € mehr pro Altersgruppe. Bei gleichzeitiger Anhebung des Kindergeldes um 2 € ergibt sich rein rechnerisch nur 4 € mehr Unterhalt. Eine neue Einkommensgruppe von 5.101 bis 5.500 € gibt’s ab 2018. Das interessiert Normalverdiener mit 2.500 € netto herzlich wenig. Sollte es aber, denn Familien mit diesem Einkommen sind von der Änderung am meisten betroffen.

Gravierend ist, dass die erste Einkommensgruppe jetzt bis zu einem bereinigten Nettoeinkommen von 1.900 € gilt. Das bedeutet, dass es die frühere zweite Einkommensgruppe von 1.501 € bis 1.900 € nicht mehr gibt und damit faktisch alle Unterhaltsverpflichtungen erst eine Gruppe später anfangen.

Ein Beispiel: In 2017 hat man bei einem bereinigten Nettoeinkommen von 2.500 € in Einkommensgruppe 4 (115 % des Mindestunterhalts) bei zwei unterhalts-pflichtigen Kindern der ersten Altersgruppe einen Betrag von 298 € pro Kind gezahlt. Ab 2018 bei sonst unveränderten Verhältnissen ist der Unterhalt nur aus der 3. Einkommensgruppe geschuldet und man zahlt einen Betrag von 286 € pro Kind, also 12 € weniger als noch in 2017. Schaut man sich die Zahlen in 2018 an, dann liegen sogar 18 € Unterschied zwischen der dritten und vierten Einkommensgruppe vor.

Das gilt aber nur für neu zu errichtende Titel. Einen alten Titel über 115 % muss man auch in dieser Höhe weiterzahlen, d.h. also 304 € ab 2018. Nur wenn man ein Abänderungsverfahren bei Gericht einleitet, kann man eine Reduzierung erreichen. Hier muss aber die Erheblichkeitsgrenze nach § 323 ZPO beachtet werden, die in der Rechtsprechung generell bei 10% angesetzt wird. Setzt man die 18 € weniger Unterhalt zu 304 € ins Verhältnis, gelangt man zu einem Prozentsatz von 6 %, der zu gering sein dürfte, um sich auf die veränderten Verhältnisse berufen zu können.

Ist aber generell wenig Geld da, oder mehrere Kinder, oder beim Wechsel in die höhere Altersgruppe wird man damit schon argumentieren können.

Deshalb heißt es jetzt aufpassen: Erst nach dem 1.1.2018 oder bereits jetzt nach der neuen Düsseldorfer Tabelle beurkunden.

Die aktuellen Düsseldorfer Tabellen findet ihr auf der Website des OLG Düsseldorf.

Emotions-Coaching – Tipps und Tricks gegen das Wechselbad der Gefühle

Emotions-Coaching
„Mir platzt gleich der Kragen!“ versus „Wer wird denn gleich in die Luft gehen.“

Mit Emotions-Coaching Herr der Lage!

Bei einer Trennung oder ähnlichen belastenden Situationen haben wir oft mit allen möglichen emotionalen Einwirkungen zu kämpfen. Das Emotions-Coaching bietet uns die Chance, mit unseren Emotionen in einem geschützten Rahmen umzugehen.

Wir lernen, Emotionen zuzulassen und Gefühle selbst wirksam beeinflussen zu können. Wir erzielen Klarheit und stärken unsere Resilienz, denn es ist wichtig, dass wir in schwierigen Zeiten des Umbruchs nicht von äußeren Faktoren übermannt werden.

Das Angebot richtet sich an Väter, die ihre emotionale Intelligenz stärken wollen, damit sie gelassen aus einer Krise hervorgehen.

Das Angebot zum Emotions-Coaching muss leider momentan eine Pause einlegen. Wir informieren euch auf dieser Seite und auf unserem Event-Kalender, sobald es fortgesetzt wird.

Emotions-Coaching Emotions-Coaching Emotions-Coaching

Animationsfilm-Workshop

Workshop StopMotionDer Workshop findet jeweils am dritten Sonntag im Monat von 13 bis 18 Uhr im Väterbüro, Ligsalzstr. 24, 80339 München statt.

Stop-Motion-Trickfilme können Väter und Kinder mit einem Tablet-PC leicht selbst erstellen – so entstehen lustige, kreative Animationsfilme mit selbst erfundenen Stories. Wir zeigen in einem Nachmittags-Workshop, wie es geht. Die Vorbilder sind „Wallace & Gromit“, „Shaun das Schaf“ und andere.

Für Väter mit Kindern ab 8 Jahren. Maximal 8 Väter und 8 Kinder. Kosten pro Erwachsenem mit Kind/ern: 8 € für Mitgliedsfamilien, Nichtmitglieder 16 €. Die nächsten Termine finden stehen im Event-Kalender.

Achtung: Anmeldung nötig unter georg.lobermeyer@vaeterinitiative-muenchen.de