Über uns

Kinder brauchen Väter – mehr als manche denken

Essenziell für unsere Kinder sind anwesende, erfahrbare Väter, die sich kümmern, Vaterverantwortung übernehmen, Väter, die Freunde sind.
Manchen Vätern sind andere Dinge wichtiger. Sie lassen ihre Kinder emotional im Stich. Vaterabwesenheit kann aber auch aufgezwungen sein. Dann nämlich, wenn Väter infolge der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie oder von Trennung/Scheidung auf Distanz zu ihren Kindern gehalten werden.

Mehr Zeit der Väter für ihre Kinder

Um mehr Zeit für unsere Kinder zu haben, müssen wir uns von der Einseitigkeit in der Ausrichtung auf Beruf und Karriere lösen. Es gibt noch anderes im Leben, z.B. Kinder. Deshalb stellen wir uns die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Beides unter den Hut zu bringen, ist nicht nur eine Frage der Einstellung, sondern auch der gesetzlichen und tariflichen Bedingungen. Wir brauchen die Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf, ein nettolohn-bezogenes Erziehungsgeld und bessere Freistellungs- und Teilzeitarbeitsmöglichkeiten, um nur einige Stichworte aus unserem Programm nennen.

Für ein neues Vaterbild

Die noch fest verwurzelte Rollenzuweisung ,,Mutter ist fürs Emotionale da und ist die Fürsorgende, der Vater ist fürs Materielle zuständig, mal als Familienernährer, mal als Unterhaltszahler“ wollen wir aufbrechen.

Vaterschaft trotz Trennung

Was bedeutet es für Kinder, dass Beziehungen und Familien heute immer seltener ein Kinderleben lang Bestand haben? Darauf hat die Gesellschaft bis jetzt keine akzeptable Antwort gefunden. Nach der Trennung der Eltern ordnet sie die Kinder fast automatisch den Müttern zu und stellt die Vater-Kind-Beziehung zur Disposition.
Wir bieten Hilfe für Väter in Trennung an, die Beziehung zu ihren Kindern zu erhalten, mit Ohnmachtgefühlen in Trennungskonflikten umzugehen und den Weg aus der Resignation zu finden. Wir organisieren uns in Selbsthilfegruppen und Arbeitskreisen. Wir bieten juristische Beratung, veranstalten Seminare und Vorträge und gestalten Väter-Kinder-Freizeitaktivitäten.

Vom Familien- zum Kindschaftsrecht

Auch nach der Reform des Unterhalts- und Kindschaftsrechts gilt im Familien- und Steuerrecht noch oft das Leitbild der patriarchal arbeitsteiligen Familie: Mütter sind für die Kinder zuständig, Väter für das Geld!
Das gemeinsame Sorgerecht ist immer noch nicht die durchgängige Praxis für alle Eltern, ist also beispielsweise bei nicht-verheirateten Eltern eher selten in Anwendung.

Hier ist die Väterinitiative eine politische Interessengemeinschaft von Vätern und Kindern:

  • für das Recht aller Kinder auf unbestrittene, bedürfnisgerechte und flexibel gehandhabte Beziehungen zu beiden Eltern
  • für eine gemeinsame elterliche Verantwortung auch nach Trennung und Scheidung
  • für eine in der Regel unaufhebbare Vater-Kind-Beziehung
  • für den Erhalt aller wichtigen Bindungen des Kindes zu Verwandten und Freunden.